Trotz Krebstherapie früh mit Sport anfangen

Sport verlängert das Leben und hilft zudem psychisch. Deshalb sollten auch Krebspatienten nicht darauf verzichten.

Sportliche Bewegung sorgt bei Krebspatienten dafür, dass die Nebenwirkungen der Therapie weniger stark ausfallen. Deshalb sollten Betroffene schon früh im Verlauf ihrer Behandlung mit Krankengymnastik und Sport beginnen. Dies gilt natürlich in Abhängigkeit vom körperlichen Zustand und der Tumorart. Daran muss das Training angepasst sein. Die häufigste Nebenwirkung der Krebsbehandlung ist die chronische Fatigue. Das ist ein körperlicher und geistiger Erschöpfungszustand. Betroffene wachen schon morgens erschöpft auf. Die Erledigung gängiger Alltagsaufgaben ist nur noch schwer möglich. Oftmals ergibt sich daraus ein Teufelskreis. Denn durch wenig Bewegung wird Muskelmasse abgebaut und der Zustand der Betroffenen verschlechtert sich weiter. Bewegung und Sport ist lebensverlängernd. So zeigen Studien bei Brustkrebspatientinnen, dass sich ihre Lebensdauer durch kontrolliertes Bewegungstraining verlängert und auch das erneute Eintreten der Krebserkrankung später geschieht. Auch bei Betroffenen mit Knochenmark- und Stammzellentransplantationen wirkt sich körperliche Bewegung positiv auf.

Abgeschlossene Wundheilung

Patienten, bei denen eine Operation durchgeführt wurde, sollten erst nach Abschluss der Wundheilung mit gezielter Krankengymnastik beginnen. In manchen Fällen ist bereits ein bis zwei Tage nach einer Brustkrebs-OP Physiotherapie wieder möglich. Für Patienten mit Bestrahlung und Chemotherapie ist ein dosiertes Kraft- und Ausdauertraining anzuraten. Empfehlenswert ist eine sportliche Belastung von zwei- bis dreimal die Woche à 30 Minuten. Wichtig ist eine ganz kurze Belastungsphase von nur zwei Minuten mit entsprechenden Pausen dazwischen. Optimal ist eine Kombination aus gemäßigtem Ausdauer- und Krafttraining. Es ist darauf zu achten, dass der Puls beim Training immer nur etwas beschleunigt und von extremen Krafttraining ist abzuraten. Die sportliche Betätigung ist nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Psyche. Denn die Erfolgserlebnisse helfen dabei, dem eigenen Körper wieder etwas zuzutrauen. Aus Sicht von Medizinern sprechen nur Fieber und Blutungsgefahr gegen sportliche Betätigung im erwähnten moderatem Rahmen. Ebenso ist von Sport abzuraten, wenn die Chemotherapie erst kurz zurückliegt.

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